Diese Abfallarten gehören getrennt
Bevor ein Container kommt, steht die Frage, was hinein soll. Jede Abfallsorte hat ihren eigenen Entsorgungsweg, deshalb wird ein Container in der Regel für eine Sorte gestellt. Die üblichen Sorten sind in der Liste zusammengefasst.
Bodenaushub fällt etwa bei Erdarbeiten an, wie bei unserem Aushub an einer Böschung. Grünschnitt entsteht bei der Gartenpflege und bei Baumfällarbeiten. Nach einem Feuer in Scheune oder Wohnhaus kommt Brandschutt hinzu, den wir ebenfalls als eigene Sorte entsorgen.
Wer nicht sicher ist, in welche Sorte ein Abfall gehört, fragt vor dem Befüllen nach. Ein kurzes Telefonat ist schneller erledigt als eine Ladung, die später umsortiert werden muss. Das gilt besonders für Dämmstoffe, Gipsplatten und Dachbahnen, deren Sorte man nicht auf den ersten Blick erkennt.
- Bauschutt: mineralische Abfälle wie Beton, Ziegel, Fliesen, Keramik und Natursteine, ohne Holz, Kunststoff oder Gips
- Baumischabfall: gemischte Bau- und Abbruchabfälle, etwa aus einer Renovierung mit Holzresten, Kunststoff und Metall
- Sperrmüll: Möbel, Matratzen, Teppiche und anderer sperriger Hausrat
- Holz: Altholz, sortiert nach den Kategorien A I bis A IV
- Grünschnitt: Äste, Hecken- und Strauchschnitt, Laub
- Bodenaushub: Erde, Sand und Steine ohne Bauschutt und andere Beimengungen
- Metall: Schrott, Heizkörper, Rohre und Träger
Holz und die Altholzkategorien
Beim Holz kommt es auf die Behandlung an, nicht auf das Alter. Die Altholzverordnung teilt es in die Kategorien A I bis A IV ein: A I ist naturbelassenes oder nur mechanisch bearbeitetes Holz, A II und A III sind verleimt, gestrichen oder beschichtet, aber ohne Holzschutzmittel.
A IV ist mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz, zum Beispiel alte Fenster, Außentüren, imprägnierte Bauhölzer aus dem Außenbereich oder Bahnschwellen. Es wird getrennt entsorgt. Beim Rückbau von Scheunen und Fachwerkhäusern lohnt deshalb der Blick auf jedes Bauteil, denn außen verbautes, imprägniertes Holz gehört in eine andere Fraktion als unbehandelte Bretter vom Heuboden.
Auf alten Höfen finden sich viele solcher Teile: Zaunpfähle, Gartentore, Stallfenster oder Schwellen, die einmal imprägniert wurden. Legen Sie sie zur Seite, bevor der übrige Holzcontainer befüllt wird, und zeigen Sie uns den Stapel bei der Abholung.
Was nie in den Container darf
Einige Stoffe gehören grundsätzlich nicht in einen Container, weil sie gefährlich sind oder eigene Sammelwege haben. Die Liste nennt die Fälle, die bei Abriss, Räumung und Gartenarbeit immer wieder auftauchen. Fällt Ihnen beim Befüllen etwas davon auf, legen Sie es zur Seite und sprechen uns an.
Ob auf Ihrem Grundstück Asbest verbaut ist, sprechen wir bei der Besichtigung an; ausbauen dürfen ihn nur Betriebe mit Sachkunde nach TRGS 519. Alte Mineralwolle gilt als möglicherweise krebserzeugend und wird staubdicht verpackt für sich entsorgt, teerhaltige Dachpappe ist gefährlicher Abfall. Was vor einem Abbruch sonst noch zu klären ist, steht im Ratgeber Abriss anzeigen in Sachsen-Anhalt.
Elektrogeräte gehen nach dem Elektro- und Elektronikgerätegesetz getrennt zur Sammelstelle, Farben und Lösemittel zur Schadstoffannahme, Reifen und Batterien ebenfalls auf eigenen Wegen. Wo im Landkreis Harz was angenommen wird, steht bei der enwi. Ihre Wertstoffhöfe liegen unter anderem in Ballenstedt, Harzgerode, Ilsenburg und Osterwieck; Blankenburg selbst hat keinen.
- Asbest, etwa Wellplatten von Schuppen- und Garagendächern
- alte Mineralwolle, die vor 2000 eingebaut wurde
- teerhaltige Dachpappe
- Farben, Lacke und Lösemittel
- Elektro- und Elektronikgeräte jeder Größe
- Reifen
- Batterien und Akkus
Warum Trennung den Unterschied macht
Für Bau- und Abbruchabfälle schreibt § 8 der Gewerbeabfallverordnung vor, sie nach Sorten getrennt zu halten: Glas, Kunststoff, Metalle, Holz, Dämmmaterial, Bitumengemische, Baustoffe auf Gipsbasis, Beton, Ziegel sowie Fliesen und Keramik. Sortenreine Fraktionen lassen sich aufbereiten und wieder einsetzen. Aus sauberem Beton- und Ziegelbruch kann zum Beispiel Recyclingmaterial für den Wegebau werden, Metall wird eingeschmolzen.
Gemischte Ladungen müssen dagegen nachsortiert werden, bevor sich etwas verwerten lässt. Dieser Aufwand fließt in die Entsorgungskosten ein. Wer auf der Baustelle von Anfang an trennt, spart also Arbeit und Geld.
Heikel wird es, wenn Schadstoffe in einer sauberen Ladung landen. Ein Sack alter Mineralwolle oder ein Stück Teerpappe im Bauschutt kann schon reichen, damit die ganze Ladung nicht mehr als Bauschutt angenommen wird.
Für Grünschnitt und Bodenaushub gilt dasselbe. Ein Grünschnittcontainer mit Ziegelbrocken dazwischen oder Aushub mit Folienresten lässt sich nicht mehr so verwerten wie geplant.
Stellplatz und Sondernutzungserlaubnis
Steht der Container auf Ihrem eigenen Grundstück, etwa in der Hofeinfahrt, ist keine Erlaubnis nötig. Auf öffentlichem Straßengrund dagegen braucht er eine Sondernutzungserlaubnis der Stadt oder Gemeinde, das gilt für die Straße ebenso wie für Gehweg und Parkstreifen. Stellen Sie den Antrag rechtzeitig, denn ohne Erlaubnis darf der Container dort nicht stehen.
Für den Absetzkipper zählen Zufahrt und Untergrund. In engen Altstadtgassen, an Hanglagen oder auf Kopfsteinpflaster sehen wir uns den Stellplatz vorher an und prüfen, ob Äste, Leitungen oder Dachüberstände im Weg sind. Auf weichem Rasen oder frisch verlegtem Pflaster sollte kein beladener Container stehen.
Auf alten Höfen bietet sich oft der Hof selbst als Stellplatz an. Prüfen Sie aber vorher Torbreite und Durchfahrtshöhe, denn der Absetzkipper muss rangieren und den Container absetzen können.
Container richtig beladen
Beladen wird bis zur Oberkante, nie darüber hinaus. Was über den Rand ragt, kann beim Anheben und auf der Fahrt herunterfallen, und ein überladener Container lässt sich nicht sicher transportieren. Planen Sie bei großen Mengen lieber eine zweite Abholung ein, als den ersten Container zu überladen.
Schweres gehört nach unten, Leichtes nach oben. Bei Sperrmüll kommen also Schränke und Kommoden zuerst hinein, Polster und Kartons obenauf. Verteilen Sie das Gewicht gleichmäßig über die ganze Fläche, damit der Container beim Aufnehmen nicht einseitig belastet ist.
Sperriges wird zerlegt. Nehmen Sie Schränke auseinander, hängen Sie Türen aus und kürzen Sie lange Äste, dann bleiben weniger Hohlräume und es passt mehr hinein. Matratzen und Platten stellen Sie hochkant an die Containerwand, statt sie quer zu legen.
Steht der Container an der Straße, landet manchmal über Nacht fremder Abfall darin. Behalten Sie ihn deshalb im Blick und melden Sie sich, wenn er voll ist, damit er nicht länger als nötig offen herumsteht.
Container im Harz bestellen
Welche Sorte und welcher Stellplatz zu Ihrem Vorhaben passen, klären wir vorab mit Ihnen, bei größeren Vorhaben mit einer Besichtigung vor Ort. Nennen Sie uns dafür Abfallsorte, ungefähre Menge und gewünschten Stellplatz. Bei Abbruch und Entkernung stellen wir den Container so, dass Bagger oder Schuttrutsche ihn direkt erreichen.
Wir stellen Absetzcontainer für private und gewerbliche Kunden und holen sie gefüllt wieder ab. Welche Abfälle wir abfahren, von Sperrmüll und Gartenabfällen über Bodenaushub bis zu Altmetall und Schrott, steht auf der Seite Containerdienst.
Checkliste
Bevor der Container kommt
- Abfallsorte festlegen und nichts dazumischen
- Asbest, alte Mineralwolle und Teerpappe vorher aussortieren
- Elektrogeräte, Farben, Reifen und Batterien getrennt abgeben
- Altholz der Kategorie A IV getrennt halten
- Stellplatz auf eigenem Grund prüfen, sonst Sondernutzungserlaubnis beantragen
- Zufahrt für den Absetzkipper freihalten
- nur bis zur Oberkante beladen, Schweres nach unten
- Sperriges zerlegen, Hohlräume füllen
- Angebot kostenlos
- Besichtigung vor Ort
- Mit fachgerechter Entsorgung
Quellen
Dieser Ratgeber ersetzt keine Rechtsberatung. Maßgeblich ist die Auskunft der zuständigen Behörde.